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02.09.2010

Erfolgreiche Hausmesse

Georg Vaas bei seinem Vortrag zur Globalisierung. Foto: Balzer
Georg Vaas bei seinem Vortrag zur Globalisierung. Foto: Balzer

60 Gäste aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sind im Juli dieses Jahres der Einladung der Balzer & Co GmbH zur dritten Hausmesse nach Bad Schönborn-Langenbrücken gefolgt. Neben den Firmenkunden zeigten auch die anwesenden Vertreter der Banken, Politiker, Gemeindevertreter und Vertreter der Regionalen Wirtschaftsförderung aus Bruchsal großes Interesse an den vorgestellten Neuerungen aus der Produktionstechnik.

 

Der Geschäftsführer des Unternehmens, Joachim Balzer, erläuterte den Gästen die besonderen Innovationen der modernen Schmelzofentechnologie seines Unternehmens: Mit vier Gasbrennern mit einer Gesamtbrennerleistung von 2800 kW können stündlich 4000 kg Aluminiumschmelze hergestellt werden. Hierbei werden 280 m³ Erdgas verbraucht. Diese Energie reicht aus, um mehr als fünf Einfamilienhäuser im strengen Winter zu beheizen. Die Schmelze wird in einer betonierten Wanne bei 720 °C warmgehalten. An einem Tag werden dem Produktionsbereich der Georg Fischer GmbH, Friedrichshafen, rund 78 t Schmelze für die Herstellung von hoch beanspruchten komplexen Automobilteilen zur Verfügung gestellt.
Wie die Energie des 400 °C warmen Abgases durch den Einsatz von Bomat-Wärmetauschern zur Heizkostensenkung optimal genutzt werden kann, erläuterte Uwe Schulz-Du Bois in einem weiteren Vortrag.
„Energie geht nicht verloren sondern wird nur schlechter nutzbar“ – mit dieser Feststellung leitete Dr.-Ing. Rainer Balzer über zur vergleichenden Wirtschaftlichkeitsberechnung von Ofenanlagen, die sich in der Praxis bewährt und von den Kunden der Balzer & Co GmbH genutzt werden. Die Ausführungen überzeugte auch skeptische Banker – die Investition in einen neuen Schachtschmelzofen „rechnet sich“ für das Unternehmen, somit auch für die Mitarbeiter, die Kunden und damit letztendlich auch für die Umwelt.
Georg Vaas, Verwaltungsratspräsident der ältesten und erfolgreichsten Gießerei der Schweiz – der Alu Metall Guss AG in Gontenschwil – befasste sich in seinem Vortrag mit dem unwiderruflichen Prozess der Globalisierung in der europäischen Gießereiindustrie mit all seinen vielen Schatten- und wenigen Lichtseiten. Dabei hielt er dem Publikum zum einen in charmant-provokanter Art den Spiegel bezüglich eigener Versäumnisse vor, zum anderen ging er aber auch auf deren Beseitigungsmöglichkeiten ein. Klar und deutlich analysierte er die Chancen europäischer Technologie im harten Wettbewerb mit der asiatischen Konkurrenz, wo die Politik mit der Wirtschaft wesentlich effizienter gebündelt zum zukunftsorientierten Wohl des Landes agiert.
Musikalisch und kulinarisch umrahmt endete die Hausmesse mit angeregten Gesprächen.